Tourenberichte

24.05. bis 01.06.2008 - Die Schwarzwaldtour

Die Vorbereitungen zur Tour begannen bereits im letzten Jahr. Ab und an kam eine eMail mit Informationen und sonst habe ich mich um nichts kümmern müssen.

Dann vor der Tour das Mail: Treffpunkt um 0900 in Mettmann. Ich hatte die Brille wohl nicht auf und war unsicher, wann treffen wir uns denn, am Freitag oder Samstag. Ein Telefongespräch klärt die Frage, Samstag ist gemeint. Wie ich später erfahren, konnten einige von uns nicht richtig lesen, denn auch hier gab es Unsicherheiten.

Die erste Übernachtung ist in Leimen im Röderhof gebucht. Hier ist auch die Station für die Rückfahrt.

Im Schwarzwald nächtigen wir in Todtnau im Hotel Zum Hirschen.

Ein paar Bilder unserer Unterkünfte gibt es hier.

Im Tourenfahrer Juli 2008 ist in der Rubrik Traumstraßen Deutschland der Schwarzwald beschrieben. Teile der Tour decken sich mit den von uns angesteuerten Zielen.

Ein kurzer Film über unsere Tage


Infos zu den einzelnen Tagen:

24.05.2008 - Tag der Anreise – Teil 1 - 25.05.2008 - Anreise – Teil 2

26.05.2008 - Erster Tag vor Ort - 27.05.2008 - Zweiter Tag vor Ort - 28.05.2008 - Dritter Tag vor Ort - 29.05.2008 - Letzter Tag vor Ort

30.05.2008 - Abreise Teil 1 - 31.05.2008 - Ausflug nach Speyer - 01.06.2008 - Rückreise Teil 2

GPS-Dateien


24.05.2008 - Tag der Anreise – Teil 1

Heute soll es von Mettman aus bis Leimen gehen – geplante Übernachtung im Röderhof.
Ich treffe überpünktlich an der Tankstelle ein, Claudia und Wolle sind schon da. Wir schnacken ein wenig und dann kommen noch zwei Maschinen – Gaby und Uli sowie Sabine. Wo ist Bernd? Der wollte sich mit den Ankommenden in Dorsten treffen und nach Mettmann kommen. Nach einiger Wartezeit sind sie los, ohne Bernd zu sehen. Wofür gibt es ein Handy. Angerufen und großes Gelächter. Bernd sitzt nahe Frankfurt und frühstückt, er ist noch mit einer anderen Gruppe unterwegs. Er ist der Meinung wir fahren erst Sonntag los.

Nachdem wir wissen, es ist nichts Schlimmes passiert, kann es losgehen. Noch ein Stückchen Autobahn dann geht es auf Buir zu, hier warten schon Birgitt (mit 2*t) und Peter.

Es geht an beeindruckenden Löchern vom Tagebau vorbei durch die Eifel direkt Richtung Süden. An einer Stelle hat uns Steffi (das Navi) in die Irre geführt. Sagt sie doch laut und vernehmlich rechts rum, aber wie sich herausstellt muss es links herum heißen. Nun Steffi ist auch nicht unfehlbar.

Wolle hat für die Tour eine schöne Mischung aus kleinen Straßen und schnellen Strecken ausgesucht, so ist die Reise abwechslungsreich und wir kommen zügig voran. Ein kleines Abenteuer ist die Fahrt auf einem gesperrten Straßenstück. Die Straße ist fast fertig, lediglich der eine Zentimeter loser Schotter ist insbesondere in den Kurven und Kehren nicht so lustig.
Der Guide fährt in einen Kreisverkehr und sieht gerade noch, das ein nettes Gasthaus an einer Ausfahrt offenen hat, also eine volle Runde und auf zum Kaffee. Sabine hat dies nicht mitbekommen und fährt eine andere Ausfahrt raus und düst wie vom Teufel besessen hinter dem vermeintlich vorfahrenden Wolle hinterher. Uli hat große Mühe sie einzuholen. Aber er schaffte es schließlich doch.

Zwei kleine Regenschauer ignorieren wir einfach, so kommen wir am späten Nachmittag trocken in Leimen an.

Bier oder Dusche zuerst? Nach kurzer Zeit ist beides erledigt.

Zu unserer Überraschung taucht Uwe auf, der eigentlich erst am Sonntag kommen wollte. Er hat kurz entschlossen das Zimmer von Bernd übernommen und wollte vor dem angekündigten schlechten Wetter flüchten.
Wir verbringen einen gemütlichen Abend im Gastraum.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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25.05.2008 - Anreise – Teil 2

Frühstück um 0800, alle sind pünktlich da. Nach einen guten reichlichen Frühstück geht es gegen 0930 wieder auf die Piste, dem Schwarzwald entgegen.

Der Weg führt uns ein Stück durch Frankreich, eine schöne Gegend mit Blick auf die Hügel des Schwarzwaldes. Leider sind über den Hügeln riesige Wolken, es sieht aus, als ob es jeden Moment ein Gewitter gibt. Aber es bleibt trocken und ist sehr warm.

Das Stück über die Schwarzwaldhöhenstraße ist ein Traum, abgesehen von einigen Blechdosen, die den Weg versperren können wir es richtig zügig gehen lassen. Die Tour zu unserem Ziel ist ein Gedicht.

Es gibt für einige einen Adrenalinstoss, als plötzlich bei Sabine der Sprit alle ist und das Motorrad abrupt seinen Dienst verweigert. Zum Glück passiert es nicht in einer Kehre, sie kann an einer Ausbuchtung anhalten und den Reservehahn öffnen. Es geht die letzten Meter zum Hotel.

Ein schönes Haus, toll eingerichtet mit eine munteren Bachlauf neben der Straße. Ein Geräusch, an dem man sich nachts gewöhnen muss. Leider fahren über die anliegende Bundesstraße schon sehr früh jede Menge LKW's, so ist pünktliches Aufstehen kein Problem.

Nach der Ankunft erst mal ein oder zwei Bier, dann kommen auch die Nachzügler Erika und Bernd an. Nach der Dusche geht es zu einem leckeren Abendessen und ein paar Getränken und vielen Gesprächen. Oder war es umgekehrt?

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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26.05.2008 - Erster Tag vor Ort

Beim Frühstück geht die Diskussion in das finale Stadium, wer führt heute und wo geht es hin.

Erika hat gewonnen und führt heute die Gruppe von 8 Motorrädern an. Der Weg zum Schauinsland ist freigegeben, jeder kann fahren so zügig er kann und will. Eine schöne Strecke, am Wochenende für Motorräder allerdings gesperrt.
Der Himmel ist bewölkt und es dauert bis zu späten Vormittag als sich die Schleusen öffnen. Wir nutzen die Zeit zu einer kurzen Pause, doch es hört nicht auf. Also werden die Regensachen aus- und wir eingepackt. Bei 22° und hoher Luftfeuchtigkeit eine tolle Sache. Nach wenigen Kilometern im leichten Regen kommt auch wieder die Sonne zum Vorschein und wir werden innerhalb kurzer Zeit fast gar.

Erika hat ein Einsehen und hält an, raus aus den Regensachen. Die Tour geht über kleine, aber leider auch ziemlich nasse Straßen mit vielen Bitumensteifen weiter. An der ein oder anderen Stelle rutscht trotz vorsichtiger Fahrweise das Hinterrad ein wenig weg und sorgt so für eine gute Durchblutung.

Nach einem späten  Mittagssnack sind die Straßen fast wieder trocken und es geht zügig weiter. Auf der Bundesstraße kann dann mal richtig Gas gegeben werden, es macht echt Laune.

Eine tolle Tour die Erika da ausgearbeitet hat, an dieser Stelle hierfür noch mal herzlichen Dank.

Was gab es dann? Erst mal ein Bier, dann ab unter die Dusche und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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27.05.2008 - Zweiter Tag vor Ort

Heute gibt es zwei Touren. Uwe fährt mit Erika und Bernd eine große Runde durch Frankreich und die Schweiz, der Rest fährt mit Uli zum Bodensee.

Heute ist warmes Wetter angesagt, bis zu 33°. Und wo soll es am wärmsten sein? Am Bodensee. Der Bordcomputer zeigt in der Spitze 30° an, also halb so schlimm.
Es ist eine schöne Runde. Der Hinweg geht zügig teilweise über Bundesstraßen, leider spinnt die Videokamera, bei einem Stopp muss die Kassette neu eingelegt werden, dann nimmt sie auch auf.

Nach vielen langen Kurven kommen wir am Bodensee in Bodmann an und finden an der Promenade einen Sitzplatz mit schöner Aussicht auf den See. Die Verköstigung gestaltet sich schwierig, der Kellner ist mit wenigen Leuten wohl schon arg überfordert. Mein Essen – ein Currywurst mit Brot – kommt erst nach dem 3. Anlauf – allerdings mit Pommes. Besser so als gar nichts zu essen.
Peter ist so mutig und geht eine Runde im Bodensee schwimmen. Er meint es seinen so 19° – 20°.

Bei der Rückfahrt kommen wir durch Schaffhausen und fahren von einer Baustelle in die andere. Den Abzweig zum Rheinfall schenken wir uns, es ist hier noch wärmer und stickiger. Dank Navi machen wir einen kurzen Abstecher über die Schweizer Autobahnen, ohne dass wir die nötige Mautplakette haben. Wir werden nicht kontrolliert, so ist heute noch ein Abendessen drin.

Der Rückweg führt uns über kleinere Straßen mit schönen Kurven, wenn auch das ein oder andere Auto uns zeitweise behindert. Aber mehr oder weniger schnell ist das Problem aus der Welt geschafft. Die Tour führt uns durch das deutsch – schweizerische Grenzgebiet und wir müssen ein wenig auf die Geschwindigkeiten achten, was uns nicht immer so gelingt. Aber auch hier haben wir Glück.

Am Hotel angekommen ist die andere Gruppe noch nicht wieder da. Erst mal den Flüssigkeitshaushalt wieder ordnen und ein ersten Bier – oder doch lieber erst den Saft abwaschen und unter die Dusche?
Ulli baut noch sein Motorrad um, ab sofort ist er mit einem Zumo unterwegs.

Die zweite Gruppe kommt schließlich auch an und ist von der Tour, die aus einem Roadbook des Todtnauer Ferienlandes stammt, etwas enttäuscht. Die schönen Teile der Tour sind mit langen Stadtdurchfahrten und uninteressanten Strecken erkauft.

Der Abend klingt bei einem leichten Essen und einem Williams - oder waren es zwei? - aus.

Bilder gibt es hier.

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28.05.2008 - Dritter Tag vor Ort

Heute wollen Gaby und Sabine eine Auszeit nehmen, Birgitt und Peter haben anderes vor. Die Fahrertruppe reduziert sich so auf 6 Motorräder mit 7 Personen.

Heute ist es eine kurvenreiche Runde die manche Überraschung bringt. So stehen zwei Mal LKW's auf der Spur, was zu erhöhten Herzschlag führt. Oder wir schleichen hinter einem Sattelzug her, der kaum durch die Kehren kommt.

Es ist noch früher Nachmittag als wir alle heil und gesund am Hotel ankommen. Von den angesagten schweren Gewittern bekommen wir nichts mit, es wird zwar kurzfristig kühl aber nach kurzer Zeit ist es wieder richtig schwül.

Lange Gespräche über die Art der Fahrweise, wer wo warum fährt, über erfahren und weniger erfahrene Motorradfahrer beenden den Abend.

Bilder gibt es hier.

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29.05.2008 - Letzter Tag vor Ort

Heute fahren wir auch in zwei Gruppen. Uli will sein neues Navi austesten und macht mit Gaby und Sabine eine kleine Runde.

Erika führt den Rest der Gruppe rund um Todtnau, denn der Wetterbericht sagt neben hohen Temperaturen wieder schwere Gewitter an. Ein schneller Rückstoß soll gewährleistet sein. Das Wetter bleibt stabil, so kommen rund 230 km zusammen.

Pünktlich sind wir wieder am Hotel, denn zu unserer Überraschung hat wolle eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte geordert, die mit Genuss verspeist wird.

Dann ist es Zeit für ein Bierchen und ein leckeres Abendessen.

Der Abend verabschiedet sich mit einem lang anhaltenden Gewitter mit viel Regen, Blitzen und Donner.

Bilder gibt es hier.

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30.05.2008 - Abreise Teil 1

Heute heißt es Abschied nehmen, zumindest von Erika (sie will nach Gondelheim Gespanne austesten) und von Bernd und Uwe (sie wollen direkt nach Hause).

Der Rest will noch einen Stopp in Leimen machen.

So geht es dann über Landes- und Bundesstraßen wieder nach Norden, Leimen entgegen. Es wird ein Abstecher durch Frankreich gemacht. An der Rheinfähre bei Drusenheim wird versucht ein Motorrad ohne Seitenständer abzustellen, es geht alles gut, der Blutdruck sinkt wieder schnell. Die Fähre ist zudem kostenlos und düst mit einer hohen Geschwindigkeit über den Rhein, dass uns fast schlecht wird

Das Wegstück durch Frankreich ist nicht von Schönheit gekennzeichnet, die Ortschaften wirken ein wenig renovierungsbedürftig.

Der Sprit in Sabines Motorrad neigt sich rapide dem Ende entgegen und alle angefahrenen Tankstellen scheinen nur mit einer Karte zu funktionieren. Wir wagen es bis nach Deutschland durchzufahren und finden kurz hinter der Grenze dann eine offene Tankstelle. Siehe da, es geht mehr Benzin in den Tank als in der Beschreibung steht. Es ist ganz schön knapp gewesen.

In Leimen angekommen wollen wir nur noch was zu trinken, der Tag war lang und um 2100 sind alle verschwunden.

Bilder gibt es hier.

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31.05.2008 - Ausflug nach Speyer

Wir sind uns einig, die ursprünglich geplante Tour von rund 270 km ist zu lang, sie muss eingekürzt werden. So fahren wir erst gemütlich Richtung Speyer und kommen in Neustadt an der Weinstraße in ein riesiges Polizeiaufkommen. Staatsbesuch? Oder haben die hier Angst vor uns? Eine Frage bei einem freundlichen Polizisten klärt uns auf, es ist eine antifaschistische Demo angesagt, es wird Trubel erwartet. Gut dass wir hier bald wieder raus sind.

In Speyer angekommen parken wir gegenüber dem Dom, denn wir wollen ja nicht so weit laufen. Der Dom beeindruckt, wir besichtigen ihn ausgiebig. Anschließend auf der Fußgängerzone noch eine Eis genießen und es geht wieder zurück.

Wolle hat wohl mit seinem Navi eine besondere Verabredung, denn es ist weder die kürzeste noch die schnellste Strecke die er zurückfährt; sicher ist es die wildeste. Sie erinnert zeitweise an einen Rodeoritt, wir können uns alle auf den Pferden halten, werden aber ganz gut durchgeschüttelt.

Nach gut 230 km kommen wir wieder am Hotel an. Der Tank von Sabine ist wieder leer, so suchen wir doch noch eine Tankstelle auf. Nach dem Tanken passiert es dann. Wolles Navi hat Halluzinationen und führt uns in die entgegen gesetzte Richtung voll in ein Gewitter hinein. Wir können gar nicht so schnell reagieren wie wir nass werden. Wir flüchten zunächst unter einer Baumgruppe und als sich der schlimmste Regen legt, geht es in zwei Gruppen wieder zurück zum Hotel, nicht ohne dass ich beide Gruppen noch einmal ordentlich verfahren. Sehen kann man bei dem Regen so gut wie nichts, aber die paar Kilometer schaffen wir dann doch noch.
Zwar gibt es Wassereinbrüche an diversen Stellen, aber wir kommen alle heil an.

Erst ein Bier, dann eine Dusche und dann ein leckeres Abendessen. Es wird noch ein gemütlicher langer Abend.

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01.06.2008 - Rückreise Teil 2

Der Stalltrieb setzt ein. Wir fahren in zwei Gruppen nach Hause. Claudia und Wolle nehmen mit Birgitt und Peter die Tour mit den kürzeren Stück Autobahn, während Sabine, Gaby und Uli sowie ich den Weg über die Autobahn nach Hause nehmen.

Ein erster großer Abschied am Morgen, die Autobahnfahrer verabschieden sich nach einem gemeinsamen Essen in Grafenmühle.



Zusammenfassend kann ich festhalten: eine gelungene Woche, traumhaftes Glück mit dem Wetter (von dem Tanktauchen abgesehen), nette Begleitung und eine tolle Organisation mit super guten Guides. Allen einen herzlichen Dank – bis zum nächsten Mal, denn so was muss wiederholt werden.

Bilder gibt es hier.

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