Tourenberichte

23. bis 25.09.2005 - Mit den Freizeitpiraten in den Spessart auf der Suche nach dem Wirtshaus

Die Einladung der Freizeitpiraten zu einer Tour in den Spessart konnte ich nicht ablehnen.

Am Freitag Urlaub zu nehmen war eine gute Entscheidung, denn das Fazit vorweggenommen: es war ein schönes Wochenende.

Geplant war die Reise seit Monaten, denn unser Hotel, der Landgasthof Jossgrund, hatte für dieses Wochenende ein besonderes Angebot im Programm: ein Thai-Wochenende. Super oder? Aber nicht was ihr wieder denkt, es ging um ein großes exotisches Thailand-Büffet mit zwei thailändischen Gast-Köchinnen die Euch mit tollen Speisen überraschen werden. Keine Angst, Ihr müsst nicht mit Stäbchen essen, Messer und Gabel sind auch erlaubt! -so der OTon-. Leider gab es die Köchinnen nicht zu sehen, aber das Essen war gut und reichlich und das ein und andere Gericht war ganz schön scharf.

Das Wetter spielte mit, bis auf einen kleinen Schauer auf der Rückfahrt war es trocken und ab 10:00 Uhr auch angenehm warm. So kann das Wetter jetzt noch bleiben *lach*.


Wie die Tage abgelaufen sind, gibt es nachstehend zu sehen: 23.09.2005 - 24.09.2005 - 25.09.2005
GPS-Dateien


23.09.2005

Das Mail vom Mittwoch mit dem Treffpunkt und der Abfahrtszeit hatte mich fast umgehauen, um 0900 in Lippramsdorf treffen, Abfahrt um 0930, einfach unchristlich diese Zeit. Hinzu kommt, dass es morgens schon mächtig kalt ist und ich noch tanken muss.
Aber alles jammern nutzt nichts, früh aufstehen, das Motorrad packen und zeitig los.

Am Treffpunkt bei Wofie und Ulrike bin ich rechtzeitig angekommen, es gab noch einen Kaffee und bisschen warten auf den Rest. Nach und nach trudeln Frierpitter (Gerda) und Chopper20 (Hans-Georg), Elvira (R-850-R) und Eberhard, Martina und Alfons ein, sonnennessaja (Nadja) und bikerdudelioeh (Andreas) kommen zwar kurz vorbei, entscheiden sich aber später über die Autobahn nachzukommen, da sie erst früh am Morgen aus Norddeutschland eingetroffen sind und Schlaf nachholen müssen.

Fast pünktlich geht es los. Ohne die Autobahn zu nutzen, gelegentlich über Bundesstraßen sonst über Land- und Kreisstraßen dem Ziel Jossa in rund 8 Stunden -incl. ausreichender Pausen- bei schönstem Bikerwetter entgegen. Bei den vielen kleinen Straßen kommt es zu dem einen und anderen Wendemanöver und hier leider auch zu dem ersten Zwischenfall. Beim Wenden aus dem Stand kippt eine Maschine mit Sozia um, Gott sei Dank nur leichte Blessuren am Blinker, die mit Klebeband provisorisch geheilt werden können. Im Laufe der Tour stellt sich heraus, dass der Weg doch länger dauert als geplant und wir entschließen uns, den Umweg über Schotten auszulassen und vom späten Nachmittag an direkt auf kürzestem Weg zum Ziel zu fahren.
Dann hieß es Zimmer beziehen. Alle kommen in den Neubau mit tollen ausgestatteten Zimmern und ich armer Wicht, da ohne Begleitung, bekomme ein Einzelzimmer im Altbau von äußerst schlichter Eleganz (dafür ohne Einzelzimmerzuschlag). Na für 2 Nächte geht es, wenn auch der Komfort eingeschränkt war. Schnell eine Dusche und dann ein erstes Bier. Mensch hat das gezischt, sozusagen verdampft, da muss ein zweites her.
Als Abendessen stand eine Schweinshaxe auf dem Programm von gigantischen Ausmaßen, dazu Kraut und Knödel. Lecker, lecker kann ich nur sagen. Alternativen waren auch vorhaben, wie Salat, Schnitzel in Tellergröße und und. Festzuhalten ist, das Essen war gut und reichlich.

Reichlich flossen auch die Getränke und es wurde ein gemütlicher Abend, der kurz vor der Datumsgrenze endete.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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24.09.2005

An frühen Morgen aufgewacht und einen ersten Blick aus dem Fenster riskiert, Nebel bis zum Boden. Na, das wird ja ein toller Tag dachte ich.

Aber nach einem Frühstück und eine paar Tassen Kaffee kam auch langsam die Sonne wieder aus ihrem Bett und siehe da, innerhalb kürzester Zeit war der Nebel weg und die Sonne lachte vom Himmel, das Hemd konnte ich wieder ausziehen, ein T-Shirt reichte unter der Motorradjacke völlig aus.

Ein ebenfalls anwesender Motorradclub feiert die Taufe eines neuen Mitgliedes, einmal durch das Kneippbad robben und durch den Schlamm in einem Abflußgraben, nur in Badehose und Kutte. Das war ganz schön kalt, aber die Mädels und Jungs hatten ihren Spaß (bis auf einen *lach*).

Zuerst ging es zur nächsten Tankstelle, die Kräder hatten mächtig Durst. Dann ab auf die vorbereitete Tour.

Wir düsen um die Kurven und ich denk mein Navi spinnt. Immer wieder erhalte ich die Meldung wir sind gleich am Ziel. Es dauert eine Weile bis ich merke, unser Lotse fährt die Tour anders herum. Andere Einstellung gewählt und dann klappt's auch mit dem Navi. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt die Truppe in Fahrt und es geht rund 6,5 Stunden durch den Spessart.
Mittags halten wir in Geiselbach, dem ersten Dorf in Bayern, an einem kleinen Landgasthof und wollen uns stärken. Richtig viel Essen ist nicht geplant, da das Abendessen auf uns wartet. Der Wirt hat noch 3 Portionen Fleischwurst, aber 6 Leute hätten gerne ein Stück. Was tun? Teilen? Der Wirt will sich um eine Lösung kümmern. Während wir den frisch gekelterten Apfelsaft aus einen 10 Liter Gebinde zapfen knattert eine GS daher, darauf sitzt der Metzger mit einer Tüte voller Fleischwurstkringel von hervorragender Qualität. Das nenne ich Kundenservice.
Gestärkt geht es weiter und am Nachmittag beim Wenden das zweite Malheur, der dicke Bär hat keine Lust und legt sich sanft schlafen. Gemeinsam helfen wir ihr wieder auf die Beine und das Wendemanöver am Hang bei schräger Straße kann erfolgreich beendet werden. Im Hotel angekommen geht es unter die Dusche und in feine Kleider, denn das Thai-Buffet ist angerichtet. Lecker Speisen, allerdings auch manche ganz schön scharf.
Nachdem alles durchprobiert worden ist klingt der Abend bei einem gemütlichen Bier aus. An einen Nachbartisch wird dann noch ein Jumbo-Glas geliefert (3,8l), das ausgetrunken werden muss. Ein Riesenteil. Wir bekommen einen kleinen Stiefel, der schnell geleert ist.
Ein schöner Tag klingt gemütlich aus.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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25.09.2005

Da Wofie und Ulrike noch ein paar Tage Urlaub machen, fahre ich mit den übrigen Piraten gen Heimat.
Früh los war angesagt, denn die Tour ging laut Navi über knapp 7 Stunden ohne Pausen. Ein erster Blick aus dem Fenster: Nebel. Nach dem Frühstück wird gepackt und die Motorräder beladen. Als alle fertig sind, kann’s um 1045 losgehen.
Die Route ist gut zu fahren -bis auf eine Umleitung über frisch gesplittete Straßen- und die vielen Kurven machen Spaß. Es gibt bis auf ein noch reparierbares Visier keine Schäden.
Wir kommen durch Ecken, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat, einsam und verlassen. Denn wir finden keine Kneipe für einen Kaffee oder Mittagessen. Die Dörfer durch die wir kommen sind wie ausgestorben. Gegen 1415 machen wir an einem Waldparkplatz noch mal Halt und besprechen die Lage. Die geplant Tour weiter zu fahren bedeutet ohne Pause um 1830 in Grafenmühle ankommen oder aber zur Autobahn und dann den schnellen Weg nach Hause.
Im Hinblick auf die Zeit entscheiden wir uns für den schnellen Weg und nach Dillenburg zur A45. Unterwegs wird noch eine lecke Currywurst gegessen und Schorle und Kaffee getrunken. Nach einer ausgiebigen Pause und einem Tankstopp geht es bei zunehmenden Wolken auf die Bahn.
Bei Kaltenborn noch einen Kaffee/Schokolade, dann heißt es Abschied nehmen und ab nach Hause. Der Himmel wird so traurig, dass er dicke Tränen vergießt und als Andreas auf einen Parkplatz zwischendurch seine Regenkombi anziehen will, bekommen dies einige der Piraten nicht mit und fahren schon mal voraus nach Hause.
Ein schönes Wochenende ging viel zu schnell um. Fazit; Wetter toll, Essen und Trinken toll, Mitfahrer super; ein gelungenes Wochenende also, dass nach Wiederholung ruft.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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