Tourenberichte

06.-07.08.2005 - Biwak mit dem Motorradclub

Aller guten Dinge sind drei, sagt eine alte Volksweisheit.

Die ersten beiden kenne ich nur vom Hörensagen, das dritte Ding durfte ich life und in Farbe erleben. Ich muss sagen die Weisheit stimmt.

Zum 3. Mal hat Uli das Biwak in der Kaserne in Borken ausgeschrieben, ich war dabei und kann nur sagen: ein schönes Erlebnis, gut gemacht Gaby und Uli und Dank an euch für die Mühen.

Aber beginnen wir am Anfang.
Start wie immer: 1. Samstag im Monat, Treffpunkt: Stammlokal Forsthaus Freudenberg um 1000.
Ziel diesmal: die Kaserne in Borken zum Biwak mit Überraschungen.

Schon am Stammtischabend vorher haben sich einige nicht ganz so Wagemutige ob der Wettervorhersage ausgeklinkt, wollten die geplante Tour lieber nicht mitfahren und haben ihr Kommen mit dem PKW zugesagt.
Los ging es in zwei 7er Gruppen, eine führte Wolle, bei der anderen fuhr Uli vorne weg. Die schnelle Gruppe mit Wolle durfte zu erst los, das neue Navi war programmiert, es konnte somit (fast *lachganzgemeinschmunzel*) nichts schiefgehen.
Der zweiten Gruppe habe ich mich angeschlossen, wir führen ein wenig später. Während wir auf der Tour  in Deutschland geblieben sind, ging Wolle’s Tour nach Plan zu den Nachbarn im Westen. Gemeinsamer Treffpunkt war die Felsenmühle.
Und dann ging es für uns auch endlich los. Wurde auch Zeit, denn die Wolken trugen alle Trauer. Da fahren wir so schön über kleine Sträßchen durch die Lande, da taucht bei Marienthal die Flitzergruppe von rechts auf und kreuzt unseren Weg, hatten wohl einen etwas anderen Einstieg gewählt. *lach*
Uli hat wirklich eine schöne Strecke ausgewählt, immer schön an der Grenze lang auf kleinen Wegen. Und immer ein zusätzliches Auge auf die landwirtschaftlichen Hinterlassen- und Gerätschaften. Kurz vor den Zwischenziel, fällt Ulis Navi aus, es hängt sich auf. *mistundnun?* Gut das ich die Felsenmühle noch gespeichert hatte, also schnell angewählt und den kürzesten Weg ausgesucht. Immer wieder ein Blick zum Himmel.
Wer kommt zuerst an, natürlich die Schleichergruppe *lachlach*. Ab unters Vordach und die ersten Getränke geordert. Kurze Zeit später treffen auch die Flinken ein und der Kellner schleppt sich an Kaffee und Kuchen müde.
Und die Trauer der Wolken wird grenzenlos, sie fangen gar bitterlich an zu weinen. Dazu gibt es Lichtspiele und Feuerwerk. Gut das wir unter einen Dach sitzen. Wir  bestellen noch eine Runde.
Es ist erforderlich Plan B zu aktivieren, schneller Rücksturz zur Erde, hätte Cliff McLane zu seiner Orion-Besatzung gesagt. Also auf kurzem Weg zur Kaserne. In einer Regenpause schnell das Regenzeug aus den Maschinen holen und anziehen. Der erste Schmerz der Wolken ist verklungen, die Tränen hören auf. Diesmal sind wir die erste Gruppe und Uli legt sich ohne Navi ins Zeug und gibt Gummi. Die Straßen werden/sind noch trocken, so dass ein bisschen Tempo kein Problem ist. Und dann kurz vor Borken. Die Wolken bekommen wohl eine erneute Schreckensmeldung und das ganze Elend geht von vorne los, diesmal auch noch mit Graupel. Hätte Hermes nicht 10 Minuten waren können? Dann wären wir fast trocken am Ziel angekommen. *mistsauwetterdamisches*

Das Tor zu Kaserne geht auf, Kontrolle ist schnell erledigt und dann ab zum Biwakplatz. Hier hat Uli natürlich an alles gedacht auch an eine Schlechtwetteralternative und das macht sich jetzt bezahlt. Er schließt einen Hanger auf und rein mit den Motorrädern ins Trockene. *supertoll*
Auf der Wiese gegenüber stehen unsere Zelte und die Trockenvariante. Zelte nutzen wir, die Trockenvariante fällt ins Wasser.
Im Hanger ist ein Tarnnetz aufgehängt, Lampions hängen drunter. Jetzt nur noch schnell die Tische und Bänke aus dem Auto holen und aufstellen, dann kann es losgehen.
In den Zelten liegen Tragen auf dem Boden, so werden die Sachen nicht nass, gute Idee hatte Uli da. Immer 2 Mann in einem Zelt, die 3 Solomädels müssen sich ein Zelt teilen. Schnell noch umziehen, raus aus den Motorradsachen.
Nach dem Aufwärmkaffee haben sich auch die Wolken sich wieder beruhigt es wird richtig schön, der Himmel klart auf.
Uli hat zur Überbrückung der Zeit bis zum Abendessen was Schönes einfallen lassen.
Dann wir das Buffet aufgebaut und der Grill angeschmissen. Ich glaube, die ganze Kompanie soll kommen, zumindest nach den Salaten zu urteilen. Es wird lecker gegrillt, die Salate und der Zaziki sind toll und ich habe mal wieder viel zu viel gegessen. Frühestens Montag gibt es wieder was, nehme ich mir vor.
Es wird ein gemütlicher Abend, ein oder auch zwei (oder mehr??) Gläschen Rotwein, ein oder ... Schnaps, Feuerwerk, Musik, Lagerfeuer, viele Gespräche und noch mehr lachen. Ein schöner Abend der im Zelt dann sein Ende fand.

Und dann am Sonntag werde ich um 0600 wach und kann nicht mehr einschlafen. Also aufstehen, ab unter die Dusche. Nach und nach kommen einige KammeradenInnen aus ihren Schalfsäcken gekrochen und es wird Frühstück gemacht, wieder für die ganze Kompanie. Und für mich ist wohl schon Montag, denn bei Lachs, Rührei, frischen Brötchen und den ganzen Köstlichkeiten schmeiße ich meinen Vorsatz von Samstagabend über Bord.
Nach dem ausgiebigen Frühstück wird noch beim Aufräumen geholfen und dann geht es nach einem schönen Erlebnis mit einer kleinen Tour wieder nach Hause.
Schnell das Motorrad in die Garage bringen, denn für nachmittags sind wieder hälftige Schauer angesagt. Ich hab es trockenen Fußes geschafft. Und dann trugen die Wolken wieder Trauer und wie.

Zusammenfassung: trotz des nicht optimalen Wetters eine tolle Sache, die wiederholt werden muss!!

Dank an Gaby und Uli, die sich mit der Vorbereitung (und den Nacharbeiten) so viel Mühe gemacht haben.

Bilder gibt es hier. Für die Teilnehmer sind hier weitere Bilder abgelegt; Passwort bitte erfragen.

Tourkarte

 

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