Tourenberichte

06. - 09.06.2014 - Pfingsttour ins Weserbergland

Auch in diesem Jahr planen wir unsere Pfingsttour kurzfristig. Am Montag ruft Friedhelm an und fragt wollen wir dieses Jahr wieder eine finstere Tour machen?

Die Wetteraussichten sind für die kommende Woche gut. Noch während des Telefonats schaue ich auf einem Internetportal nach einer Übernachtungsmöglichkeit im Weserbergland. Wir landen in Steinoldendorf.

 


Infos zu den einzelnen Tagen: 06.06.2014 (Anreise) - 07.06.2014 (Tour 1) - 08.06.2014 (Tour 2) - 09.06.2014 (Rückreise)
GPS-Dateien


 06.06.2014 - Anreise

Wir verabreden uns für Freitag um 15:00 Uhr an der Autobahnraststätte in Bottrop. Von hier aus geht es über die A2 bis nach Hamm. Die weitere Tour führt durch das Lippetal. An der Lippe angekommen will Friedhelm für einen Schüler noch Wasserproben entnehmen, der die Proben für eine Untersuchung der Wasserqualität der Lippe benötigt. Ein weiterer Stopp ist bei Bad Lippspringe geplant. Leider finden wir keinen direkten Zugang zur Lippe und müssen einige Umwege fahren. An einer Baustelle werden wir behindert, da hier der Straßenuntergrund ausgekoffert ist und wir den ca. 40 cm hohen Absatz mit den Motorrädern nicht überwinden können. Am langen Ende finden wir noch einen Zugang und die zweite Wasserprobe kann genommen werden.

Wir erreichen das Hotel gegen 20:40 Uhr und können sehr schöne Zimmer beziehen. Problematischer wird die Versorgung mit dem Abendessen. Das Hotelrestaurant schließt bereits um 21:00 Uhr, das wird uns zu knapp.

Nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben, gehen wir in die Stadt und suchen nach einem Lokal. Mit vielen Mühen und nach langen Wegen finden wir dann eine gute Restauration und können hier ein erstes Bier und ein gutes Abendessen genießen. Es ist angenehm warm, so dass wir auf der Terrasse sitzen können. Nach einem weiteren Bier ist die Zeit gekommen, dass wir zurück ins Hotel gehen denn morgen früh steht die erste Tour an.

Bilder gibt es hier

Tourkarte

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07.06.2014 - Tour 1

Nach einem ausgiebigen Frühstück ist die Frage wohin soll es gehen? Ich habe einige Touren vorbereitet. So suchen wir uns eine schöne Rundreise für den ersten Tag aus.

Von Steinoldendorf geht es zunächst Richtung Süden nach Dassel. Kurz hinter dem Dorf gibt es eine lange Umleitung, die natürlich genau auf unserer Route liegt. Der Weg nach Uslar ist uns versperrt. So folgen wir der Umleitung und stellen dann fest, dass wir schon auf dem Rückweg von Ursula sind. Trotzdem fahren wir bis Uslar und suchen uns eine Bäckerei für eine kurze Kaffeepause. Mit der Auswahl der Lokalität haben wir nicht das glücklichste Händchen, aber für den Kaffee reicht es.

Dann fahren wir den Weg wieder ein Stück zurück. Es geht nach Osten bis Hardegesen und anschließend wieder nach Norden. Über Markoldendorf und Scharfoldendorf fahren wir auf Bodenwerder zu. Von hier geht es entlang der Weser ein Stück nach Süden.

Bei Polle überqueren wir die Weser mit einer Fähre und halten an dem dortigen Campingplatz an zur Mittagspause. Gut dass wir so früh sind, denn am Abend findet auf dem Campingplatz wohl ein Rockkonzert statt. Es sind etliche Harley-Davidson-Motorräder angekommen und während unserer Pause kommen weitere hinzu.

Nach der Pause geht es dann weiter Richtung Köterberg. In dem kleinen Dorf am Fuße des Berges ist zurzeit eine riesige Baustelle. Die Straßen sind mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h ausgeschildert. Und siehe da die Rennleitung ist auch vor Ort und lasert fleißig. Gut dass wir sie früh genug gesehen haben als wir hinaufgefahren sind.

Von oben gibt es einen herrlichen Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Nach einer kurzen Rast geht es wieder hinunter im Ort. Wir fahren natürlich wieder schön langsam, so dass die fleißige Rennleitung arbeitslos bleibt.

Vom Köterberg machen wir einen großen Bogen um Höxter und durchfahren Beverungen und Neuhaus im Solling. Über Holzminden geht es dann zurück zum Hotel.

Nach einer ordentlichen Dusche wollen wir heute bei dem Italiener im Ort essen, da wir uns das Hotelrestaurant für den morgigen Abend aufheben wollen. Denn für Sonntag sind abends Gewitter angesagt. Leider entpuppt sich der Italiener als ein recht bescheidenes Lokal mit einer mehr als übersichtlichen Speisekarte. So müssen wir uns mit ein paar Nudel zufrieden geben. Wir trinken dann noch ein Bier an der Hotelbar, das deutlich besser schmeckt als das Bier beim Italiener. Dann geht es auch schon ins Bett, der morgigen Tag wird uns wieder fordern.

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Tourkarte Tour 1

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08.06.2014 - Tour 2

Heute fahren wir eine Runde südlich unseres Hotels. Zunächst geht es über teilweise bekannte Wege auf Northeim zu. Vom östlichsten Punkt – Bühle – fahren wir nach Westen Richtung Uslar. Von Uslar geht es weiter nach Adelebsen. Hier besichtigen wir die örtliche Burg. D.h. wir fahren mit den Motorrädern quer durch den Ort hoch zur Burg bis es nicht weitergeht. Von unserem Standpunkt aus können wir in den Burghof schauen und uns das alte Gemäuer bewundern.

Nach einer kurzen Rast geht es dann weiter bis wir in Reinhardshagen wieder auf die Weser treffen. Von hier fahren wir entlang der Weser bis nach Oberweser, wo wir direkt am Ufer unsere Mittagspause einlegen. Auf der anderen Seite der Weser können wir eine Schafherde beobachten, die sich den knappen Schatten unter den Bäumen teilt. Es ist wirklich ausgesprochen warm. Unterwegs zeigte das Thermometer teilweise 34°. Das ist nur auszuhalten wenn wir zügig fahren.

Nach dem Essen geht es weiter Richtung Bad Karlshafen und Beverungen. Über Neuhaus im Sollingen und Holzminden fahren wir zurück zum Hotel.

Da wir wegen der Wettervorhersage nur eine kurze Tour gefahren sind, sind wir zeitlich hier und trinken im benachbarten Café noch eine Tasse Kaffee.

Friedhelm entscheidet sich bereits heute nachhause zu fahren um familiäre Verpflichtungen zu erfüllen.

Uwe und ich nutzen den reservierten Tisch im Hotelrestaurant und speisen gut. Der Himmel zieht sich zwar zu, aber das angesagte Gewitter kommt nicht. So sitzen wir bis nach 22:00 Uhr auf der Terrasse und genießen den Abend.

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Tourkarte Tour 2

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09.06.2014 - Rückreise

Am Morgen fallen ein paar Tropfen Regen. Vorsichtshalber ziehe ich die wasserfeste Überhose an, damit es im Falle eines Falles - eines richtigen Schauers - schneller geht mich wasserdicht zu verpacken. Wir fahren zunächst Richtung Markoldendorf und weiter nach Süden. In Volpriehausen treffen wir wieder auf eine bekannte Strecke und durchfahren Uslar. Von hier geht es weiter nach Beverungen und Bad Dieburg. Hier biegen wir zur Iburg ab. Oben in der Sachsenklause machen wir einer Rast und können über die Landschaft blicken. In 27 km Entfernung sieht man im Dunst den Köterberg.

Leider gibt es heute noch keine Waffeln, der Teig ist noch nicht fertig. Als Entschädigung gibt es jedoch gefüllte Windbeutel, die an einen Sturmsack erinnern. Wir können nicht Nein sagen und schlangen zu, zumal eine Mittagspause nicht geplant ist.

Unser Weg führt uns dann südlich von Paderborn zurück zum Lippetal und wieder auf die Autobahn A2. Bei Dortmund wird der Himmel mächtig dunkel. Die entgegenkommenden Autos fahren alle mit Licht – kein gutes Zeichen. Und es kommt wie es kommen muss, wir fahren in einen ordentlichen Schauer hinein. Und das Ganze natürlich in Sommerkleidung. Die wasserfeste Hose hatte ich auf der Iburg ausgezogen, denn das Wetter sah hervorragend aus. Nun merke ich wie jeder Wassertropfen bis auf die Haut durchschlägt. Aber anhalten ist leider nicht möglich. Gut das der Schauer nach wenigen Minuten schon wieder vorbei ist. Der Rest des Weges bleibt trocken.

Ich werde nervös, da die Tankanzeige zwischenzeitlich blinkt und die Restreichweite deutlich abgenommen hat. Das Stück auf der Autobahn scheint deutlich mehr Benzin benötigt zu haben als die vorherige Strecke. In Höhe von Bottrop verabschieden wir uns und ich bin bald zuhause. Mit 15 km Restreichweite habe ich es also geschafft. Anschließend ist es notwendig das Motorrad zu tanken. In den 24 l Tank gingen 23,3 l Benzin, für ein paar Kilometer hätte es also noch gereicht.

Bis auf den einen Schauer sind wir diesmal trocken durch die Pfingsttage gekommen. Somit können wir uns nicht beschweren, eine tolle Tour ist zu Ende. Wir sind vor dem schweren Unwetter zuhause angekommen und das Motorrad steht trocken in der Garage. Also haben wir richtig Glück gehabt. Pfingsten halt.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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