Tourenberichte

30.04. bis 04.05.2014 - Tour in den Harz

Nachdem die geplante Tour in den Harz im Herbst letzten Jahres ausgefallen ist wollten wir sie heuer angehen. Der Termin wurde lange gefixt und nun war die Wetterprognose entscheidend ob wir fahren. Die erste Prognose war gut, aber dann verschlechterten sich die Vorhersagen zusehends. Was tun fahren oder absagen. Der Urlaub war genehmigt und es schlagen zwei Herzen in der Brust. Einerseits will ich mal wieder eine Tour mitfahren - aber dabei auch nicht so nass werden.

Am Dienstag fällt die Entscheidung, wir fahren - nur Uwe hat abgesagt, da er Regen befürchtet. Somit packe ich Dienstag meine 7 Sachen und prüfe Luft und Öl beim Motorrad. Es kann dann losgeht.


Infos zu den einzelnen Tagen: 30.04.2014 (Anreise) - 01.05.2014 (Tour nach Wernigerode) - 02.05.2014 (Tour nach Quedlinburg) - 03.05.2014 (Tour nach Seesen und um Duderstadt) - 04.05.2014 (Rückreise)
GPS-Dateien


30.04.2014 - Anreise

Wir verabreden und für 1245 beim Schatten Jens, von hier aus geht es los. Aber vorher muss ich noch ein Shirt ausziehen, denn es ist deutlich wärmer als angenommen.

Zunächst geht es bis hinter Hamm über die Autobahn. Uli führt die Gruppe an, es fahren noch Bernd, Hansjürgen und Rudi mit. Erika kommt später nach, da sie noch arbeiten muss. Es geht zügig voran und es macht richtig Spaß mal wieder eine Tour zu fahren. Der Himmel zeigt sich bewölkt, aber es bleibt noch trocken. Wir fahren zu Iburg, hier ist eine Pause angesagt. Es gibt neben einem Kaffee auch eine leckere Waffel mit Blaubeeren, Eis und Sahne. Die ist richtig gut. Kaum haben wir die Waffel auf, fallen die ersten Tropfen. Wir verlassen fluchtartig die Aussichtterrasse und gehen ins Haus.

Nach kurzem Aufenthalt geht es wieder raus, es tröpfelt noch ein wenig. Es geht weiter Richtung Osten, unserem Ziel entgegen. Es ist eine gute Mischung aus Bundesstraßen - hier kommen wir zügig voran - und Kreisstraßen - hier haben wir ein paar nette Kurven-. In Osterode wird noch getankt, so sind wir für den morgigen Tag gerüstet.

In unserer Unterkunft, dem Gasthaus Dernedde, angekommen gibt es erst mal ein Bier, dann heißt es Zimmer fassen und umziehen. An Abend hat der Inhaber trotz seines Ruhetages ein gutes Abendessen vorbereitet (Variationen von Schnitzeln) und die Zapfanlage tut ihren Dienst. Natürlich gibt es auch einen Schierker Feuerstein und den einen und anderen Willi. Dann aber ab ins Bett, morgen müssen wir fit sein.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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01.05.2014 - Tour nach Wernigerode

Heute geht es nach Wernigerode. Zunächst fahren wir bei mäßigem Wetter durch Clausthal-Zellerfeld und erreichen bald den Nationalpark Harz. Hier tauchen wir tief in die dunklen Tannenwälder ein und so manche Kurve können wir räubern. Über Herzberg am Harz erreichen wir Königshütte und machen hier in einer Bäckerei mit Café eine kurze Rast. Es gibt einen ordentlichen Espresso oder auch einen Kaffee. Ich verkneife mir ein Stück Kuchen oder Gebäck, obwohl es richtig gut aussieht und es toll duftet.

Nach unserer Pause tauchen wir wieder in den Nationalpark ein und halten auf Braunlage zu. Am Himmel werden die Wolken immer dunkler und dicker - da kann gleich was runterkommen. Elend, das wir durchfahren, macht seinem Namen Ehre. Es fängt an zu regnen. Kurz vor Drei Annen Hohne kreuzt die Brockenbahn unsere Route. Die Schranke ist geschlossen und wir müssen warten. Und der Wettergott hält es für eine gute Idee den Regen in Hagel zu verwandelt. Es scheppert ganz schöne auf den Helm. Endlich können wir weiterfahren. Am Bahnhof bremst Erika ab und zieht sich das Regenzeug an. Die Vorausfahrenden bekommen es nicht sofort mit, stoppen aber an der kurz darauf folgenden Kreuzung und fahren auf den Parkplatz. Wir stellen uns an der Suppenbude unter und werden von einem wenig freundlichen Verkäufer angemacht, weil wir keine seiner Suppen kaufen. Hansjürgen geht zur Kreuzung um Erika einzuweisen. Nachdem wir wieder zusammen sind entscheiden wir uns für die Weiterfahrt. 

In Wernigerode angekommen scheitert der Versuch zum Schloss zu fahren und wir suchen uns ein der Stadt einen Parkplatz. Wir parken unter einer großen Linde an einem Gymnasium. Es regnet immer noch und das nicht zu knapp. Wir verstauen alle Sachen in die Motorräder, was dank Koffer und Topcase problemlos geht. Nun ab in die Innenstadt - ein Lokal suchen. Leider erweist sich der weg in die Innenstadt als länger und so werden wir dank des Regens ordentlich nass. Auf dem Marktplatz finden wir einen umlagerten Bier- und einen Grillstand. Wir suchen jedoch ein Lokal, das dauert, denn die Häuser direkt am Platz rufen beachtliche Preise auf. Schließlich finden wir in einer Seitenstraße eine kleine Gaststätte die noch Platz für uns hat. 

Ich will schnell auf die Toilette um das Wasser aus meinen Haaren zu reiben, doch dazu muss ich über den nicht überdachten Hof - so werden die Haare zwar nicht ganz trocken, aber das Wasser läuft mir wenigstens nicht in den Nacken. Wir stärken uns an Windbeuteln, Suppe und Toast. Einige Kaffee später hat der Regen immer noch nicht aufgehört, wir müssen langsam aufbrechen und den Heimweg antreten. Wir planen eine Route um den Naturpark herum und suchen die größeren Straßen, damit wir zügig durch den Regen kommen.

Der Rückweg zu den Motorrädern sorgt dafür, dass ich wieder auf dem Kopf völlig durchnässt bin. Gegenüber von unserem improvisierten Parkplatz ist ein altes Stadttor mit einem Durchgang. Ich hole schnell aus dem Motorrad Helm, Regenzeug und ein Sweetshirt und flüchte in den Durchgang. Hier trockne ich mit dem Shirt erst mal die Haare. Dann ziehe ich das Regenzeug an, damit die an sich wasserdichten Motorradsachen nicht so dreckig werden. Dies geht über die feuchten Sachen nicht so ganz elegant, aber ich komme in die Sachen hinein. Nun noch den Helm auf, dann kann es losgehen. 

Wir müssen über die B244, die hier als Einbahnstraße zweispurig an dem Tor vorbeiführt. Allerdings hat sich auf der Straße hinter dem Tor eine riesige Wasserlache gebildet. Immer wenn nach einer Grünphase die Blechdosen mit Anlauf auf die Ampel zu spurten spritz das Wasser bis zu den Fenstern der Häuser hoch. Da können wir nicht durchfahren, müssen wir hier halten, läuft uns das Wasser in die Stiefel. Der Ausweg ist schnell gefunden. Wir fahren mit den Motorrädern durch den Torbogen und über den Bürgersteig bis zur Ampel und fädeln uns in den Verkehr ein.

Nun geht es geschwind zum Gasthaus zurück. Unterwegs bekommen wir noch eine kräftige Dusche ab, aber am Gasthaus angekommen ist es wieder trocken.

Eine weitere Gruppe Gäste aus Schleswig-Holstein ist vor uns angekommen und hat die Garage belegt. Dies führt zu deutlichem Unmut, aber ist nicht zu ändern. So müssen die Motorräder heute Nacht draußen schlafen. Ich brauche nun erst ein Bier und eine warme Dusche. Leider hat sich meine Kamera verabschiedet. Das Objektiv lässt sich nicht mehr ausfahren. Daher kann ich keine weiteren Bilder mehr machen. Uli ist so nett und kopiert mir seine Aufnahmen.

Am Abend gibt es einen leckeren Krustenbraten und natürliche das eine Bierchen sowie den anderen Willi. Ich mache mich irgendwann aus dem Staub und gehe zu Bett, damit ich morgen fit bin. Diesen weisen Entschluss haben nicht alle nachvollzogen, die Folgen davon kommen später.

Bilder gibt es hier

Tourkarte Tour 1

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02.05.2014 - Tour nach Quedlinburg

Das Frühstück gibt es wieder um 0800. Fast alle sind auch zeitig am Tisch, doch zwei Teilnehmer machen einen sehr mitgenommenen Eindruck. Der letzte Willi war wohl nicht so ganz in Ordnung Überrascht. Aber da muss man halt durch, Hauptsache der Helm passt noch.

Bernd übernimmt heute die Führung und testet sein neues TomTom-Navi. Nur den Zielpunkt eingeben und auf kurvenreiche Strecke, dann geht es los. Wir wollen heute nach Quedlinburg. Hier ist die toll restaurierte Innenstadt zu bewundern.

Gesagt getan, gegen 0930 geht es los. Das erste Stück ist schön zu fahren, doch je höher wir kommen, desto nebeliger wird es. Bald können wir nur noch 10 - 15 m weit sehen und die Geschwindigkeit nimmt rapide ab und die Feuchtigkeit entsprechend zu. Aber es regnet nicht, auch ein Trost. Unterwegs zieht sich Erika wieder das Regenzeug über, da die hohe Feuchtigkeit doch in ihren Anzug schleicht. 

In Elend machen wir eine Rast und genehmigen uns Kaffee und Streuselkuchen. Den haben wir uns verdient. nach der rast sind wir dann schnell in Quedlinburg. Hier gibt es erst mal eine Rundfahrt über Kopfsteinpflaster durch die Stadt auf der Suche nach einem Parkplatz. Wir entscheiden uns dafür, dass neben einem Brunnen eigentlich ein Parkplatz gehört. Wir stellen testweise die Motorräder ab und gehen zum Rathaus. Nach einem kleinen Rundgang suchen wir ein kleines Lokal neben besagten Brunnen auf um eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Was sehen wir? Unsere Idee, dass hier ein Parkplatz hingehört, war richtig, denn die Zahl der Motorräder hat sich zwischenzeitlich erhöht.

Nach unserer Mittagspause geht es wieder zurück zum Gasthaus. Wir fahren, dank TomTom, fast die gleiche Strecke durch den immer noch dichten Nebel zurück. Wir machen noch einen kleinen Abstecher nach Zorge und Bad Sachsa.

Nach unserer Rückkehr stellen wir fest, dass die Garage immer noch belegt ist und wir parken die Motorräder wieder draußen. Es folgt ein gemütlicher Abend in der Gaststube, wobei es heute Leute gibt, die wesentlich früher zu Bett gehen - war ein anstrengender tag, gell Küssend?

Bilder gibt es hier

Tourkarte Tour 2

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03.05.2014 - Tour nach Seesen und um Duderstadt

Heute verlassen uns Erika und Rudi, sie wollen nach Hause, Termine stehen an. Und das bei einem Traumwetter. Es ist zwar kälter als an den beiden letzten Tagen zuvor, aber die Sonne scheint von einem blauen Himmel.

Hansjürgen will heute mit der Brockenbahn auf den Brocken fahren und verabschiedet sich auch für den heutigen Tag.

So schrumpft unsere Truppe auf 3 Motorräder. Aber Uli hat eine schöne Tour ausgearbeitet, die in westliche Richtung geht. Wir sehen heute eine tolle Landschaft mit gelben Rapsfeldern, dem frischen Grün der Getreidefeldern und dem braun der frisch gepflügten Erde. Das ganze vor einem blauen Himmel mit einigen weißen Wolken. Ein tolles Bild das durch die Sonne vollendet wird. Wir fahren in einigen Schleifen bis nach Seesen und Lautental.

Bei einem kurzen Stopp in einer Bäckerei eines Einkaufscenters bei Echte, gibt es einen Kaffee, da das angesteuerte Gasthaus erst in einer Stunde öffnet. Der Kaffee ist ganz gut, auf den Kuchen verzichten wir.

Weiter geht es Richtung Süden auf Duderstadt zu. Bei Teistungen biegen wir von unsere Tour ab und fahren zum Grenzlandmuseum Eichsfeld. Hier war einst ein Übergang zwischen der BRD und der DDR. Es gibt draußen einige Exponate zu sehen, alte Grenzschutzfahrzeuge beider Seiten, einen Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes sowie eine Fahrzeugkontrollhalle der DDR. Das eigentliche Museum lassen wir heute aus und genehmigen uns am Grill eine Kleinigkeit zu Mittag.

Nun fahren wir zügig Richtung St. Andreasberg und von hier aus zurück zum Gasthaus. Wir sind zeitig vor Ort und finden die Garage unbesetzt. So kommt das Motorrad heute wieder unter Dach und Fach. Wir begeben uns in den Biergarten zu einer Gerstenkaltschale. Kurz nach uns trifft auch Hansjürgen ein und berichtet von seiner Fahrt auf den Brocken mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn.

Wir haben noch einen gemütlichen Abend und gehen zeitig zu Bett, dann morgen geht es wieder nach Hause.

Bilder gibt es hier

Tourkarte Tour 3

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04.05.2014 - Rückreise

Trotz des guten Wetters geht es heute nach Hause. Nach dem Frühstück sind wir alle schnell fertig und die Motorräder fertig für die Fahrt. 

Es geht über Landes- und Bundesstraßen auf Einbeck zu. Von hier fahren wir über den Solling und machen in Höxter eine erste Pause. Kurz hinter der Brücke über die Weser biegen wir links ab und finden ein Café mit einer netten Außengastronomie. Hier habe ich schon einmal Rast gemacht und nett gegessen. Aber heute ist es noch eindeutig zu kalt um draußen zu sitzen, so gehen wir rein. Hier gibt es einen guten Kaffee und ein Stückchen Kuchen - was für ein Stück - damit ist das Mittagessen wohl erledigt.

Nach unserer Rast geht es weiter über Steinheim und Horn-Bad Meinberg hinauf zum Hermannsdenkmal. Um die Motorräder anzustellen müssen wir auf einen beschrankten Parkplatz. Ein Ticket ist zwingend erforderlich, denn ein Durchkommen an den Schranken ist nicht möglich. Nachdem Uli ein Ticket gezogen hat und die Schranke aufgeht fahre ich auf den Parkplatz. Und schon geht die Schranke wieder runter und Uli muss ein weiteres Ticket ziehen. Beim bezahlen stelle ich fest, dass ich nun ein Ticket für Motorräder mit Beiwagen zu zahlen habe - Strafe muss wohl sein Weinend . 

Wir stellen unser Motorräder auf dem extra ausgewiesenen Parkplatz für Motorräder ab und machen uns auf den Weg zum Hermann. Den sehen wir zunächst nur von hinten, denn er schaut hinab ins Tal. Allerdings ist hier noch eine Terrasse, so dass wir das Denkmal auch von vorne bestaunen können. In einem kleinen Kiosk machen wir noch eine kurze Pause und ich genehmige mir, wie auch Hansjürgen, eine Bockwurst mit Senf. Uli und Bernd bestellen den Eintopf und bekommen eine große Terrine mit Erbsensuppe und Einlage - da waren die Augen wohl größer als der Magen, sie haben zu kämpfen und es nicht geschafft.

So gestärkt geht es nun auf die A33 zu. Bei Schloss Holte fahren wir auf und nun geht es über die A33 / A2 wieder zügig nach Hause.

Trotz des teilweise schlechten Wetters hat die Tour Spaß gemacht. Ich habe viel gelacht, gut gegessen und getrunken und wieder gelernt bei widrigen Bedingen zu fahren (das reicht jetzt aber für dieses Jahr Zunge raus). Ein Dank geht an den Organisator und Hauptguide Uli, an die Hilfsguides Erika und Bernd und die weiteren Teilnehmer Hansjürgen und Rudi. Bei der kommenden Tour bin ich wieder gerne dabei.

Bilder gibt es hier

Tourkarte

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