Tourenberichte

30.05. bis 02.06.20123 - Eifel - Luxemburg - Belgien

Vor fast einem Jahr hatten wir uns zu einer Tour in die Eifel und Ardennen verabredet. Erika hatte die Organisation übernommen und ein Hotel in Bollendorf ausgesucht. Das Hotel Hauer liegt direkt an der Sauer, dem Grenzfluss nach Luxemburg. Nicht weit vom Hotel führt eine Brücke über die Sauer.

Auf der Luxemburger Seite liegt direkt neben der Brücke eine Tankstelle. Hier sind die Spritpreise mit rund € 1,35 deutlich moderater als in Deutschland (rund € 1,60). 

Das Wetter in den Tagen vor der Tour war unbeständig, die Voraussagen alles andere als erfreundlich. Zu Beginn der Woche kam der Gedanke die Tour abzusagen auf. Aber gebucht ist gebucht, also alles auf Start und los geht es.


Infos zu den einzelnen Tagen: 30.05.2013 (Anreise) - 31.05.2013 (Tour durch Luxemburg) - 01.06.2013 (Tour durch Luxemburg und Belgien) - 02.06.2013 (Rückreise)
GPS-Dateien


30.05.2013 - Anreise

Wir, das sind Bernd, Uli, Uwe und ich, treffen uns in Grafenmühle und fahren gemeinsam über die A2, A3, A42 zur A57. Auf dem Rastplatz Dong haben wir uns um 1100 mit Erika verabredet. Wir halten gleich zu Beginn des Rastplatzes, denn wir sind ein wenig zu früh da. Nach ein paar Minuten taucht Erika vom hinteren Ende des Rastplatzes auf, sie hatte es noch zeitiger geschafft als wir. Gemeinsam fahren wir weiter über die A57, A44, A61, A44 und E40 bis nach Belgien hinein. An der Grenze machen wir kurz Rast, ein Kaffee muss jetzt sein. Bisher sind wir trocken durchgekommen, wenn auch dunkle Wolken am Himmel hängen. Noch sind sie dicht.

An der ersten Ausfahrt geht es raus auf die Landstraße. Durch Eupen führt uns der Weg in den Naturpark Hohes Venn. Weiter geht es nach Süden, durch St. Vith und zurück nach Deutschland. Bei Dasburg treffen wir auf die Our und wechseln nach Luxemburg. Direkt hinter der Brücke ist die Tankstelle und die ist mit Autos voll belegt. Nach ein paar Minuten können wir an die Säulen und das preiswerte Benzin fließt in unsere Tanks. 

Weiter geht es den Fluss entlang nach Süden. Ein paar Baustellen sind im Weg, doch wir kommen hier gut durch. Bei Roth An Der Our wechseln wir die Seite und kommen wieder nach Deutschland zurück. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Hotel.

Wir kommen trockenen Fußes hier an und fragen nach Zimmer und Garage. Erst Zimmer dann Garage, so der Empfang. Da sind wir anderer Meinung und schließlich bekommen wir den Garagenschlüssel. Die Garage liegt um zwei Ecken neben dem Hotel. Leider haben wir wohl nicht so richtig zugehört und so finden wir die Zufahrt erst nach einer Suchfahrt. Zu unserer Entschuldigung muss gesagt werden, die Einfahrt ist nur ca. 1,5 Meter breit und ein PKW parkt halb davor. Schön langsam geht es die kleine Anhöhe hinauf, immer einen Blick zu dem Hauseingang der auf unserer Zufahrt ausgerichtet ist. Die Garage ist noch frei, wir bekommen unsere 5 Motorräder hinein. Später sollen noch 4 weitere hinzukommen - dann ist der Platz belegt. Wir haben die Motorräder so eingeparkt, dass wir nicht zugestellt werden können und den Raum morgen früh ohne fremde Hilfe verlassen können.

Nachdem wir die Zimmer bezogen haben, gibt es erst mal einen Kaffee und dann ein Bier auf der Terrasse. Diese liegt zwar erhöht, doch leider direkt an der Straße. Aber das Eifeler Landbier schmeckt gut. Ein wenig klönen, dann gibt es auch schon Abendessen. Ein gutes 4-Gang-Menü wartet auf uns. Wir gehen in den Speisesaal und lassen es uns schmecken. Noch ein (oder waren es zwei?) Landbier bei einer netten Unterhaltung schließen den Abend ab, es geht ins Bett

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31.05.2013 - Tour durch Luxemburg

Heute soll es um 0915 losgehen. Nach einem guten Frühstück treffen wir uns auf der Terrasse um zu unserer Garage zu gehen. Um 0914 öffnen sich die Schleusen des Himmels und es fängt an zu Regnen. Der Wetterbericht der letzten Tage scheint sich zu bestätigen, es ziehen immer wieder mehr oder weniger heftige Schauer durch.

Fahren oder nicht fahren ist jetzt die Frage. Wir sitzen noch unentschlossen vor dem Hotel unter dem Vordach. Der Hotelier kommt zu uns und erzählt uns Schauergeschichten über die Sauer, wie sie bei Hochwasser das Hotel geflutet hat. Gut dass es nicht so feste regnet. Nach knapp 2 Stunden Wartezeit wollen wir trotz Regen los. Den ganzen Tag rumsitzen, das will keiner. Also in das Regenzeug und die Motorräder aus der Garage. Uli führt eine etwas abgespeckte Route und bedenkt den Hinweis unseres Gastgebers, dass das Müllertal wegen Bauarbeiten teilweise gesperrt ist. Schade.

Nachdem wir die erste viertel Stunde auf der Straße unterwegs sind scheint Petrus ein einsehen zu haben und der Regen hört auf. Die Straßen sind zwar noch mächtig feucht und es liegt eine Menge Dreck der Agrarbevölkerung auf den Wegen, der nur durch Abspülungen aus den Wäldern getoppt wird.

Wir machen eine Rats zur Mittagszeit an einem kleinen Hotel mit Restaurant das einigen Teilnehmen aus alten Tagen bekannt, aber nicht in bester Erinnerung ist. Es ist schwierig den Eingang zu finden, aber unseren Pfadfindern bleibt nicht verborgen. Der Wirt ist nett und neben Kaffee und Wasser gibt es eine Suppe für den kleinen Hunger. Nach der kleinen Stärkung geht es wieder auf die Straße - es bleibt noch immer trocken.

Bei der Umfahrung des Müllertals drehen wir noch eine kleine Ehrenrunde und kommen aber noch trockenen Fußes beim Hotel an. Kaum sind die Motorräder in der Garage geparkt fängt es auch wieder an zu tröpfeln. Die Motorräder sehen einfach nur verboten aus. Ich schäme mich richtig mit so einem verschmutzen Krad zu fahren. 

Nach einem Landbier auf der überdachten Terrasse machen wir uns wie schick, denn bald ruft das Abendessen. Wir lassen den Tag mit der Hoffnung auf besseres Wetter ausklingen.

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01.06.2013 - Tour durch Luxemburg und Belgien

Es hat doch was genutzt, dass wir gestern die Teller alle leergegessen haben. Das Wetter zeigt sich heute von seiner besseren Seite, so dass wir die lange Tour durch Luxemburg und Belgien in Angriff nehmen können.

Auf uns warten 327 km. Erika hat eine Tour aus vergangen Tagen aufgearbeitet und führt die Gruppe an.
Es geht zunächst in nordöstlicher Richtung auf Belgien zu. Hier schwenken wir nach Westen ab und halten auf La Roche-En-Ardenne zu. Es ist schon erstaunlich wie sich die Bebauung zwischen Luxemburg und Belgien unterscheidet. Der Grenzübergang ist an der Gestalt und der Umgebung der Wohnhäuser abzulesen. Die Tour führt uns durch Teile der Ardennen. Es macht viel Spaß hier zu fahren, wenn es nicht diese Pulks von Radfahrern gäbe, die die komplette Straße für sich beanspruchen. Erstaunlich ist es, wenn sich Radfahrer zwischen die Motorräder drängen und versuchen zu überholen.

In La Roche finden wir in einem kleinen Café Platz und genießen einen Cappuccino. Von der anderen Seite des Platzes sehen wir eine Frittenschmiede. Es ist fast Mittag und in Belgien muss man einfach Pommes essen. So kehren wir hier ein und es gibt eine kleine Portion Pommes, natürlich mit Mayonnaise, auf die Hand. 

Frisch gestärkt geht es weiter Richtung Westen bis kurz vor Marche-En-Famenne. Hier biegen wir Richtung Südwesten ab und halten auf Porcheresse zu. Von hier geht es Richtung Osten zurück zum Hotel. Auf dem Rückweg kehren wir noch zu einem Kaffee und einem Stückchen Kuchen ein. Die Preise in Luxemburg sind so bemerkenswert wie die Landschaft schön ist.

Der Abend klingt mit einen 5-Gang-Menü (diesmal wird das Brot vor dem Essen mitgezählt, da es mehrere Sorten Dipp gibt ;=) )und einigen Landbier bei guten Gesprächen aus.

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02.06.2013 - Rückreise

Leider ist der kurze Urlaub mit dem Motorrad schon wieder vorbei.
Es geht unter Uwes Führung wieder Richtung Heimat. Uli fährt weiter zu seinem nächsten Treffen gen Süden.

So starten wir morgens mit 4 Motorrädern über schöne Straßen Richtung Norden. In der Schneeeifel halten wir beim Zum Schwarzen Mann zu einer kleinen Rast an. Zwar wird hier eigentlich erst um 1100 geöffnet, aber eine andere Gruppe Motorradfahrer konnte die Bedienung schon davon überzeugen den Betrieb früher zu öffnen. So kommen auch wir zu einer Tasse Kaffee und können die Aussicht genießen.

Weiter geht es über schöne Straßen nach Hause. Ab Bad Münstereifel wird die Strecke zunehmend eintöniger, hier machten sich die geraden Straßen deutlich bemerkbar.
Hinter Erftstadt geht es auf die Autobahn. Durch einen Unfall auf der Abbiegespur im Kreuz Leverkusen machen wir noch einen ungeplanten kurzen Abstecher ins Bergische Land. An der nächsten Ausfahrt fahren wir raus und es geht über die Gegenfahrbahn wieder zurück zum Kreuz. Die restliche Strecke über die Autobahn ist problemlos, der Rückreiseverkehr ist überschaubar.

Es waren schöne 4 Tage in netter Runde, wenn auch das Wetter an den ersten beiden Tagen deutliches Potential hatte. Danke sagen muss ich der Organisatorin und den Guides. Um Nachsicht muss ich meinen Zimmergenossen Bernd bitten, der über teilweise laute Geräusche (wohl aus dem Nebenzimmer) klagte.

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