Tourenberichte

08. bis 12.07.2012 - beim Jahrestreffen in Oberharmersbach

Es ist Sommer – zumindest nach dem Kalender. Wie in jedem Jahr so findet auch heute wieder unser bundesweites Jahrestreffen der Stammtische des TFüber40 statt. Ausrichter ist in diesem Jahr der Stammtisch Motorradfreunde Rheinland.

Wir haben uns in Oberharmersbach verabredet – Oberharmersbach eine Gemeinde im Ortenaukreis im Schwarzwald am Brandenkopf. Informationen zur Gemeinde sind auf der Heimatseite abgelegt.

In Oberharmersbach sind für uns Zimmer im Hotel Bären und dem Nebenhaus reserviert. Das Hotel ist Teil der Bären-Hotels-Gruppe, die stark im Ort und der nahen Umgebung vertreten ist. Das Hotel ist wohl immer wieder erweitert worden und bietet uns ausreichend Platz. Mein Zimmer in einem der älteren Teile ist sauber und geräumig, jedoch hat das Bad einen historischen Tatsch.

Die Fahrzeuge sind im Innenhof untergebracht. Hier zeigt sich eine gewisse Enge, da einige Teilnehmer mit dem PKW und Anhänger angereist sind und somit ein wenig mehr Platz benötigten, als die echten harten Biker, die die Anreise auf zwei Rädern absolviert haben *grins*.

Für das Frühstück und das Abendessen sind zwei Teilbereiche im Restaurant eingedeckt. Hier finden wir mit unseren rund 50 Teilnehmern Platz. Es ist ein bodenständiges gutes Frühstücksbuffet am Morgen angerichtet. Am Abend lockt ein leckeres 4-Gang-Menü – hier können wir uns aus zwei Hauptgängen das leckerste aussuchen.

Für die Zeit nach den Touren steht ein Biergarten zur Verfügung den wir regelmäßig nutzen. Hervorzuheben ist die nette Bedienung, die uns aufs Beste betreut.

Es ist festzuhalten, dass die Rheinländer hier ein gutes Hotel gefunden haben, dessen Preis-Leitungs-Verhältnis passt.

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Infos zu den einzelnen Tagen: 08.07.2012 (Anreise) - 09.07.2012 (Tour 1) - 10.07.2012 (Tour 7) - 11.07.2012 (Tour 5) - 12.07.2012 (Rückreise)
GPS-Dateien


08.07.2012 - Anreise

Anreisetag ist der Sonntag – aber leider ist der kein Sonnentag. Ich treffe mich mit Johannes und Jürgen vom Stammtisch Münsterland an der Anschlussstelle Moers-Hülsdonk an der A 57 um 0845. Eine fast unchristliche Zeit. An frühen Morgen schaffe ich noch das Motorrad zu packen – als ich losfahre fängt es an zu regnen. Und dieser Regen begleitet mich über den Vormittag. Mal mehr mal weniger – aber immer wieder da.

Wir fahren über die A57 und A1 bis zum zweiten Treffpunkt in Erftstadt. An einem P+R-Parkplatz, der eine überdachte Fahrradabstellbox hat, waren wir auf Angelika und Seven vom Stammtisch Märkischer Kreis. Um 1000 geht es fast pünktlich durch den Regen zurück auf die A1, A61 und A63 in südlicher Richtung. Ursprünglich war geplant, die A 61 bei Rheinböllen zu verlassen und über Land zu fahren – aber eine Baustelle mit Stau in der Abfahrt und das feuchte Wetter hält uns weiter auf der Bahn. An der Anschlussstelle Winnweiler treffen wir auf die ursprünglich von Angelika geplante Route. So geht es von der Autobahn runter und auf die B 48.

Zwischenzeitlich hat sich das Wetter beruht und es ist trocken. Jetzt macht das fahren auch wieder mehr Spaß.

In Hochspeyer halten wir am Landgasthof Drei Könige an - es ist Zeit für eine kleine Mittagspause. Wir können uns draußen niederlassen, denn zwischenzeitlich scheint sogar die Sonne. Die teilweise noch vorbeiziehenden dunklen Wolken bleiben trocken.

Nachdem wir alle nur eine Kleinigkeit gegessen und ein wenig geplauscht haben geht es weiter über Bundes- und Landstraßen Richtung Frankreich. Bei Altenstadt erreichen wir Frankreich.

Wir fahren hinunter bis nach Gamsheim um hier über den Rhein zurück nach Deutschland zu gelangen. Schließlich verlassen wir die B 28 um auf der schön kurvigen L 94 Oberharmersbach zu erreichen. Gegen 1730 haben wir die 521km abgefahren.

Nach dem Einchecken ruft ein Bier. Für 1800 ist die RGR-Sitzung angesetzt, das Abendessen soll um 1900 Uhr bereitgestellt werden. Das artet ja fast in Stress aus. Die RGR-Sitzung dauert etwas länger als vorgesehen – gegen 1930 treffen wir dann im Speisesaal ein und das Essen wir aufgetragen.

Nach dem Essen spricht Klaus vom Stammtisch Rheinland als Ausrichter noch zu uns und erläutert den geplanten Ablauf.

Dann kann zum gemütlichen Teil übergangen werden – ich treffe wieder viele nette Mitfahrerinnen und Mitfahrer die ich lange nicht gesehen habe. Nach vielen interessanten Gesprächen und den ein und anderen Getränk ist es Zeit fürs Bett – der morgige Tag verspricht eine schöne Tour.

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Tourkarte

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09.07.2012 - Tour 1 - um den Kaiserstuhl

Am Montag ist nach der langen Anreise eine kleine Tour geplant – die Tour 1 zum Kaiserstuhl.

Geplanter Start ist um 1000 – bis dahin sollten alle gefrühstückt und sich richtig eingekleidet haben. Aber wie immer bei dem Jahrestreffen können wir nicht abwarten – um 0915 geht es auf die 209 km lange Tour.

Jürgen führt die Tour und wir sind mit 6 Motorrädern unterwegs. Die Route führt über viele schönen, und auch kleine Straßen, bis hinunter nach Brisach am Rhein.

Eine erste Pause machen wir in Wolfach. Hier können wir von unserem Platz  in einem Straßencafé das Treiben in der geschmückten Innenstadt anschauen. Es wuselt hier nur so von Autos und Menschen. Nach einem guten Kaffee geht es wieder weiter.

Bei Oberbergen machen wir noch einen kurzen Halt um einen Blick in die Landschaft um den Kaiserstuhl zu werfen. Eine richtig nette Gegend hier. Es gibt hier viele schönen Kurven, leider kann ich hiervon keine mitnehmen. So heißt es so viele wie möglich zu befahren und in guter Erinnerung halten.

In Ihringen machen wir eine kurze Mittagsrast. In Jakob's Holzöfele – einen etwas gehobenerem Lokal – kämpfen wir um einen ausreichend großen Tisch auf der Terrasse. Nachdem zwei Gäste gegangen sind besteht die Möglichkeit zwei Tische zusammen zu stellen, so dass wir alle 7 an einer Tafel Platz finden.

Vor der Terrasse haben wir die Motorräder abgestellt und stellen fest, hier ist eine Parkscheibe erforderlich. Wer hat eine Parkscheibe dabei? Lediglich Angelika ist vorbildlich ausgerüstet und legt sie auch raus. Johannes und Jürgen bringen die Motorräder auf zwischenzeitlich frei gewordene Plätze des Restaurants. Ich setze auf Risiko und schaue dem Treiben zu.

Die bestellten Kleinigkeiten erweisen sich als überdimensioniert. Ich habe zu kämpfen und muss einen Teil des guten Essens stehen lassen.

Wir erreichen gegen 1610 das Hotel, und stürmen den Bierarten. Ein Bier haben wir uns bei dem warmen Wetter verdient. Hier treffen wir auch Edi und Reinhard, die in einer Ecke die Kassenprüfung vornehmen.

Um 1800 steht die Mitgliederversammlung an. Neben dem Üblichen wird heute Edi für seine Verdienste als Kassenwart besonders geehrt – er wird das erste Ehrenmitglied des TFüber40 – Glückwünsche. Eine verdiente Ehe nach der langen Tätigkeit als Kassen wart.

Nach dem Essen gibt es wieder viele gute Gespräche und einen guten Schluck aus dem Glas. Ein schöner Tag geht zu Ende.

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10.07.2012 - Tour 7 - in die Vogesen

Das Wetter ist heute schön -  die Sonne scheint und es ist angenehm war. Hoffentlich hält es. Heute geht es in die Vogesen.

Da die Tour mit 376km recht lang ist geht es schon um 0830 los. Aus den Varianten wird die lange Tour im Uhrzeigersinn gefahren. Von Endingen bis kurz vor Mulhouse nutzen wir die Autobahn, damit wir genügend Zeit in den Bergen haben. Prompt kommen wir auf der A 5 bei Mengen  bis Hausen an der Möhlin in einen Stau. Was tun? Durch die Mitte mit den 7 Motorrädern oder über den Seitenstreifen? Was ist preiswerter? Der Seitenstreifen ist die Lösung – also langsam an den Autos vorbei.

Dann sind wir wieder in Frankreich – ohne Alkoholtester – noch kostet es ja nichts.

In Guebwille kehren wir nach einem Tankstopp kehr wir bei einem Bulettenbräter auf einen Kaffee ein. Dann geht es richtig los in die Berge. Die ersten Kurven bringen uns auf den Grand Ballon. Von hier gibt es eine schöne Aussicht in die Täler. Es ist viel Betrieb hier oben am Berg.

Nach einen Fotostopp geht es den Berg hinunter zum Col de Markstein. Den Col de Hahnenbrunnen lassen wir links liegen und überqueren als nächstes den Col du Platzerwasel. Dieser Pass ist kaum als solcher zu erkennen, im Gegensatz zu den Alpen ist die Ausschilderung hier spärlich.

Weiter geht es zum Col de la Schlucht, dem Col du Calvaire und dem Col du Louchbach bis kurz vor dem Col du Bonhomme.

An der Kreuzung der D 145 und D 148 kehren wir in ein Gasthaus ein und bestellen Kaffee, Cola und Wasser. Die Getränke waren auch ohne Kenntnisse der französischen Sprache leicht zu ordern, aber mit den Speisen? Die Karte kommt und alles ist nur in Französisch aufgeführt. Am Nachbartisch wird gerade ein Baguette gebracht - das sieht richtig gut aus. Auf der Karte steht ein Sandwich mit jambon cru und eins mit jambon blanc – was ist nun der richtige Schinken? Es wird bestellt und wir bekommen unser Sandwich mit gekochtem Schinken, einer Silberzwiebel und einer halben Gewürzgurke. Die Ausgestaltung des Sandwiches ist etwas dürftig, das Brot nicht warm, aber der Hunger treibt es hinein.

Nach der Rast geht es den Col du Bonhomme hinunter und weiter zum Col des Bagenelles. Vor hier fahren wir zum Col de Fouchy und weiter über Barr nach Rhinau. Hier geht die kostenfreie Fähre über den Rhein zurück nach Deutschland.

In Zell am Hamersbach stehen wir am Kreisverkehr wieder im Stau, aber nach ein paar Minuten sind wir auch hier wieder raus. Dann geht es zurück zum Hotel Bären – den Biergarten erreichen wir gegen 1720. Eine tolle Runde mit 5.447m Auf- und Abstieg.

Unser Abendessen wird gegen 1930 gereicht – der Abend klingt mit G+G+G (Gesprächen, Getränken und Gewitter) aus.

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11.07.2012 - Tour 5 - Tälertour - eine andere Alternative

Nach der Tour in die Vogesen ist heute wieder das nahe Umfeld angesagt. Nach Abwägung der Alternativen steht die Tour zu den schönsten Tälern des Schwarzwaldes auf dem Programm. Nur hat sich der geplante Guide Werner nicht mitbekommen, das er heute wichtige Aufgaben zu erfüllen hat – er will heute mit einigen Leuten nach Freiburg. So springt Berthold ein und will die Tour führen. Er hat sich die Tour gestern angeschaut und noch verändert – hin zu mehr Kreis- und Landstraßen.

Gegen 0945 starten wir mit 5 Maschinen. Es geht zunächst auf den Brandenkopf. Nachdem wir wieder heruntergefahren sind stehen wir vor einem Abzweig, scharf rechts rauf geht die Tour planmäßig – hier gibt es keine asphaltierte Straße mehr, nur noch festgefahrenen Schotter. Die Tour kommt zurück aus dem Abzweig halb rechts – geziert mit einem Durchfahrt-Verboten-Schild. Wir entscheiden uns für die Variante fest gerade aus weiter zu fahren. Jetzt geht es über wirklich keine Straßen entlang des Berges weiter. Wir kommen durch Oberwolfach, hier kann ich ein Lokal ausmachen, in dem ich schon mal pausiert habe – 2008 auf der Schwarzwaldtour. In Wolfach fahren wir eine kleine Umleitung, da die Durchfahrt wegen Markt oder ähnlichem gesperrt ist.

In Hardt gibt es in einer Bäckerei einen Kaffee zur Stärkung bevor es auf Villingen zugeht. Die Stadt lassen wir links liegen und fahren zu einem Fotostopp an der Talsperre bei Vöhrenbach. Es geht weiter nach Triberg. Auf eine Besichtigung der Wasserfälle verzichten wir, es ist ziemlich voll. Stattdessen finden wir einen Platz im Außenbereich einer Gaststätte und lassen uns hier bedienen.

Nach der Pause geht es weiter, vorbei an der größten Kuckucksuhr der Welt, über die B 33 zurück zum Hotel. Bei Hausach geraten wir in einen langen Stau. Nach einiger Zeit, in der es nicht weiter geht, fahren wir links am Stau vorbei und können so etliche Meter gut machen. Dann erreichen wir eine Engstelle, da müssen wir zurück zum Stop & Go. Nach kurzer Zeit kommen wir an einer Einmündung an einem Unfall vorbei – ein LKW ist wohl auf einen PKW aufgefahren. Die PKW-Besatzung wurde ärztlich versorgt.

Im Hotel geht es noch mal in den Biergarten. Hier stellen wir fest, dass das dazugehörige Restaurant (gehört auch zu den Bären-Hotels) heute Ruhetag hat – das sieht nun aber schlecht aus. Wir werden jedoch von unserem Hotel aus versorgt – ein netter Service.

Nach dem Essen gibt es wieder G+G ohne Gewitter. Klaus als Vorsitzender übernahm die Ehrung für das älteste Motorrad (Berthold), für die weiteste Anreise (Udo) und für die jüngste Teilnehmerin (Silvia). Es war ein schöner Tag.

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12.07.2012 - Rückreise

Der Tag der Rückfahrt. Es ist stark bewölkt und beim Beladen des Motorrades fallen die ersten Tropfen. Berthold und Sven fahren auch heute nach Hause. Eigentlich hatte ich vor die Tour 2 teilweise mit zu fahren und an Nordende der Tour auf die Autobahn nach Hause abzubiegen. Wir beraten und entscheiden uns wegen der aktuellen Wetteraussichten für die schnelle Variante direkt über die Autobahn.

So geht es dann um 0930 wieder Richtung Heimat. Der Regen hat aufgehört, wir sind aber voll auf Regen eingestellt, damit wir nicht zwischendurch anhalten müssen. Bis Achern geht es noch über Landstraßen, dann über die A5 und A61 nach Norden. Hier kommen wir in einen dicken Schauer hinein und werden richtig nass. Die Temperatur fällt von 20° auf 9°. Es wird noch unangenehm kalt. Nach ca. 50 km ist wieder alles vorbei.

Am Rasthof Mosel-Ost machen wir eine kurze Tank- und Mittagspause. In Erftstadt verabschiedet sich Sven. Am Köllner Ring trennt sich auch Bertold von mir und ich fahre über die A1 und A3 zurück nach Hause. Um 15:30 Uhr und nach 480 km steht das Motorrad wieder aufgetankt für die kommende Tour in der Garage. Jetzt muss nur noch jemand das Motorrad putzen, es hat es wirklich nötig.

Damit sind meine Tage beim Jahrestreffen 2012 leider schon wieder um, morgen rufen Pflichten im Büro und in der Familie. Ich freue mich schon auf unser Treffen in 2013 in Imst. Hier muss ich aber die ganze Woche einplanen.

Danke an die Guides für die schönen Touren und an die Organisatoren. Es hat richtig Spaß gemacht.

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