Tourenberichte

04.06.2011 - Drilandtour mit dem Stammtisch

Die Stammtischtour im Juni geht in ein Dreiländereck, drei Länder mit dem Anfangsbuchstaben N. Das sind die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und die Niederlande. Hans und Ludger haben diese Tour ausgerichtet. Der geplante Start ist in Heek, nahe der Autobahn A 31, um 1030.

Der Start am Morgen bringt eine Überraschung. Das Motorrad will nicht anspringen. Trotz Anschluss an ein Batterieladegerät scheint die Batterie leer zu sein. Ein Anruf bei der BMW Hotline bestätigte meine Vermutung, die Empfehlung: mit dem Auto Starthilfe geben und einige Kilometer fahren. Gesagt getan. Zuerst hießt es die Maschine aus der Garage und das Auto zu holen sowie die notwendigen Kabel anklemmen. Alles klappte hervorragend und siehe da, das Motorrad springt an.

Dumm nur dass ich einige Dinge, die ich mitnehmen wollte, noch nicht in die Koffer gepackt hatte. Ausmachen und die Sachen verpacken, die Sachen zuhause lassen, oder alles in die kleine Tasche am Lenkrad unterbringen? Der Fotoapparat und die Brille passen die kleine Tasche hinein, so geht's dann zunächst einmal durch die Stadt und dann auf die Autobahn. Aber nicht zum vereinbarten Treffpunkt, den wir am Freitag noch ausgemacht haben, sondern Richtung Voerde zur Werkstatt. Hier halte ich an, packte die Utensilien in den Seitenkoffer und versuche mein Glück mit einem Neustart. Und siehe da, das Motorrad springt an.

Jetzt geht Flugs zu unserem Treffpunkt am Forsthaus Freudenberg. Hier sind wir für 1000 verabredet. Als ich ankomme ist nur Rainer da, ich bin also nicht der letzte. Nach und nach treffen die weiteren Tourteilnehmer ein und es geht pünktlich über die Autobahn A 31 Richtung Norden.

An einem Parkplatz in der Nähe der Autobahnausfahrt treffen wir neben unseren beiden Guides Hans und Ludger noch weitere Teilnehmer, die direkt angereist sind. Insgesamt kommen wir auf 14 Motorrädern und sind mit 16 Leuten unterwegs. Das Wetter ist schön sonnig und das Thermometer zeigt schon 24°.

Es geht in einer großen Runde um Nordhorn herum. Zunächst fahren wir ein Stückchen durch die Niederlande. Die ursprünglich vorgesehene Besichtigung von Oostmarsum fällt aus, am heutigen Tag sind diverse Umzüge in der Stadt sind und die komplette Innenstadt ist dicht.

Wieder auf der deutschen Seite suchen wir uns eine Gaststätte an der zunächst einmal ein Kaffee oder ein Kaltgetränk getrunken wird. Uwe kann es nicht lassen und bestellt dazu ein Stück Käsekuchen. Als ich das sehe bekomme ich Hunger, welchen Kuchen gibt es noch? Die Kellnerin zählt sie auf und bei der Erdbeertorte werde ich doch schwach; also bestelle ich ein Stückchen Erdbeertorte. Und sie ist wirklich gut.

Nach der Pause gleich geht es weiter Richtung Norden, durch die Moore von Niedersachsen nach Twist und von hier aus auf Lingen zu.

Zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal und der Ems kehren wir ein. In dem Hotel Am Wasserfall bzw. dem Restaurant Zur Lachstreppe nehmen wir auf der Terrasse platz und lassen uns von der Sonne bescheinen, zumindest die, die keinen Platz im Schatten gefunden haben. Wir lassen uns ein vorzügliches Mittagessen schmecken. Vorher rücken wir mit unseren Tischen weiter in den Schatten, die Sonne brennt schon ganz gewaltig. Wir nähern uns den 30°.

Nach dem Mittagessen geht es wieder Richtung Süden, an der Ems entlang auf Rheine zu. Von hier richten wir uns nach Westen aus, bis zu einem Stopp in Bad Bentheim. Unterhalb des Schlosses, auf dem auch eine Veranstaltung ist und es von Leuten nur so wimmelt, finden wir in einer Gaststätte noch ein schattiges Plätzchen, wo sich einige von uns an Kaffee und Apfelkuchen stärken. Ein paar Mitfahrer bleiben lieber draußen und genießen die Aussicht und die Sonne.

Es wird noch die schwierige Entscheidung gefällt: gibt es zum Ende der Tour noch ein Eis? Bis zur Eisdiele sind es noch gute 20 km. Die Entscheidung fällt fast einstimmig, es gibt noch ein Eis.

Also auf die Motorräder und die restlichen Kilometer bis nach Epe. Wir fallen in die Innenstadt ein und parken unsere Motorräder etwas unkonventionell in der Fußgängerzone. Die vollbesetzte Eisdiele wird gestürmt, wir ergattern zwei Tische und sammeln diverse Stühle ein. Nachdem die Bestellung aufgenommen ist und einige Gäste bezahlt haben können Sie auch noch die notwendigen restlichen Tische beschaffen, so bilden wir einen großen Kreis. Dank der guten Verpflegung, die wir unterwegs genossen haben, fallen die Eisportionen verhältnismäßig übersichtlich aus. Die Größe der Portionen tut der Qualität jedoch keinen Abbruch. Das Eis ist wirklich lecker.

Bald heißt es die Heimreise antreten. Noch ein kurzer Stopp an der Tankstelle und dann geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Heek und hier auf die Autobahn. Hier passiert es das erste Mal, dass ich Fahrzeuge, die mit Blaulicht fahren, überhole. Auf der rechten Spur ist ein Konvoi der Feuerwehr aus Gelsenkirchen, der wieder zurück nach Hause fährt. In der Nähe von Gronau brennt ein Moorgebiet. Im Radio war zu hören, dass über 300 Feuerwehrleute im Einsatz sind. Von diesem Feuer haben wir Gott sei Dank nichts mitbekommen.

Eine tolle Tour in eine Gegend in der wir selten unterwegs sind. Dank an Hans und Ludger, die sich mit der Ausarbeitung viel Arbeit gemacht und schöne Ecken gezeigt haben.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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