Tourenberichte

07.08.2010 - Stammtischtour an den Möhnesee

Nach unserem Jahrestreffen hatte ich das Motorrad in die Werkstatt gebracht, da es so komische Geräusche machte. Die Techniker auf dem Treffen gaben mir diverse Tipps, die ich klären lassen wollte. Da habe ich die Werkstatt arg in Bedrängnis gebracht, denn es dauerte bis Freitag - nach diversen Rücksprachen mit BMW in München - bis das Motorrad wieder einsatzbereit war. Gerade noch rechtzeitig für unsere geplante Tour am heutigen Samstag.

Bei bestem Wetter kommen 15 Teilnehmer auf 13 Maschinen zum Treffpunkt in Sprockhövel. Und dabei: eine Neuzugang.

Uschi und Willi haben sich auf dem Jahrestreffen über ihr altes Motorrad geärgert und sich davon getrennt. Ein neues Maschinchen musste also her. Und da steht sie nun, die Yamaha 1300 FJR. Ein schönes Motorrad. Nachdem wir es ausreichend bewundert und immer eine gute Fahrt gewünscht haben, ging des dann pünktlich um 0930 in zwei Gruppen los.

Jürgen führte die erste Gruppe mit 6 Maschinen, Dieter die zweite mit den weiteren 7 Motorrädern. Im ersten Teil der Tour konnte ich feststellen das GS-Fahrer an der Route gearbeitet haben. Jürgen hatte die Tour am PC geplant und Dieter und Johannes (der heute nicht mitfuhr) haben die Tour abgefahren und für gut befunden. Da war ich mit meinem Teil wohl nicht so ganz glücklich mit, denn auf einem Stück zwischen Wiblingwerde und Nachrodt wurde ich schon mächtig gefordert. Die Straße - nicht breiter als ein Auto - geht in teils engen Kurven und Kehren mitunter steil bergab. Der Straßenzustand ist gekennzeichnet durch viele Löcher und jede Menge loses Geröll und Dreck auf den Resten der Teerdecke. Hier ist Konzentration gefordert. Aber geschafft.

Geschafft haben mich auch die teils schlechten Straßen, insbesondere in den Waldgebieten. Durch den ständigen Wechsel zwischen hell und dunkel sind viele der Schlaglöcher nicht immer sofort zu sehen. Es reißt einem fast den Lenker aus den Händen. Aber ich will nicht rumknatschen, es waren auch viele schöne Straßenstücke dabei.

Die erste Pause machen wir auf der Burg Altena. Ja richtig auf der Burg. Mit dem Motorrad bis fast ins Verließ. Die Auffahrt zum Parkplatz und der Platz selbst ist - wie sollte es anders sein - mit Kopfsteinpflaster belegt. Wirklich schön zu fahren. Die letzten Meter durch die alten Burgmauern gehen wir zu Fuß. Für uns ist bereits unter großen Bäumen im Biergarten der Tisch gedeckt. es stehen Kaffeetassen bereit und bald kommen auch große Kannen mit dem dunklen Gebräu. Das hatte Jürgen von unterwegs bereits geordert. Hat super geklappt.
Nachdem die wenigen Hungerleidenden durch ein Stück Frankfurter Kranz mit zusätzlicher Sahne gestärkt sind, geht es weiter über Kreisstraßen Richtung Sorpesee und zu Geronimos Loge.

Hier gibt es ein gutes Mittagessen, denn der Magen soll ja auch was zu tun haben. Nach der ausgedehnten Pause geht es nun unserem Ziel entgegen, dem Möhnesee. Wir fahren entlang des Südufers. Hier steppt der Bär. Viele Leute, viele Autos. Es zerrt an den Nerven. Über die B229 geht es über den See und dann am Nordufer weiter gen Westen. Immer wieder erhaschten wir einen Blick auf den See.

Über nette Wege geht es weiter bis zum Flugplatz Iserlohn-Hegenscheid wo am Flugplatzrestaurant Zum Windsack noch eine letzte Rast gemacht wird. Es verabschieden sich schon einige Fahrer, die noch Termin haben. Wir anderen warten geduldig, bis die Küche neben Getränken mit Hilfe eines einzelnen Waffeleisens die Wünsche der Gäste erfüllt.

Dann fällt die Entscheidung, ein Teil der Gruppe will zügig über die A45 gen Heimat, der Rest führt die Tour noch zu Ende. Bis zu A45 fahren wir die Tour noch gemeinsam. Und dann passiert es. An einem Bahnübergang müssen wir an der geschlossenen Schranke halten. Da es hier mächtig bergan geht, fahre ich bis zu Schranke vor, so kann ich halbwegs gerade stehen. Die Schranke geht auf und ich fahre los. Der Guide folgt und überholt, ein Hupen setzt ein. Ich kann mir keinen Reim darauf machen. Und dann kommt die Stelle mit dem Wasser auf der Straße und es beginnt bei mir zu dämmern. Nach ein paar Metern wird es Gewissheit. Wir sind wieder auf dem tollen Straßenstück gelandet, das oben beschrieben ist. Nur dieses Mal geht es bergan. Und wieder haben wir Glück. ein PKW kommt uns entgegen, aber an einer Stelle, wo genügend Platz zum ausweichen ist. Die Waffel habe ich hier wohl wieder abtrainiert.

Bald kommt die Auffahrt zu A45 und ich verabschiede mich mit 2 weiteren Mitfahrern vom Rest der Gruppe. Zu Hause angekommen tanke ich noch. Als ich die Tankstelle verlasse, fallen die ersten Tropfen. Noch einen knappen Kilometer und das Motorrad steht in der Garage. Dann beginnt es zu regnen. Glück gehabt oder?

Es war eine schöne, aber auch anstrengende Runde. Dank an die Guides und Organisatoren.

Bilder gibt es hier.

Tourkarte

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